{"id":235,"date":"2015-07-15T15:41:02","date_gmt":"2015-07-15T13:41:02","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/terme_lucane\/de\/latronico-e-le-sue-acque\/"},"modified":"2015-07-24T15:44:15","modified_gmt":"2015-07-24T13:44:15","slug":"latronico-und-seine-thermalquellen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.termelucane.it\/de\/latronico-und-seine-thermalquellen\/","title":{"rendered":"Latronico und seine Thermalquellen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.termelucane.it\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/TermeLucane_-2.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-large wp-image-165\" src=\"http:\/\/www.termelucane.it\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/TermeLucane_-2-1024x575.jpg\" alt=\"TermeLucane_ (2)\" width=\"770\" height=\"432\" srcset=\"https:\/\/www.termelucane.it\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/TermeLucane_-2-1024x575.jpg 1024w, https:\/\/www.termelucane.it\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/TermeLucane_-2-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.termelucane.it\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/TermeLucane_-2-260x146.jpg 260w, https:\/\/www.termelucane.it\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/TermeLucane_-2-360x202.jpg 360w\" sizes=\"(max-width: 770px) 100vw, 770px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die therapeutischen Eigenschaften dieser Thermalquellen waren sehr wahrscheinlich von der Fr\u00fchgeschichte an bekannt.<br \/>\nDie in den ersten Jahren des 20ten Jahrhunderts durchgef\u00fchrten arch\u00e4ologischen Forschungen haben in den Grotten von Calda, die sich in unmittelbarer N\u00e4he der Quellen befindet, Schr\u00e4nkchen mit Votivgegenst\u00e4nden ans Licht gebracht, die von den Forschern als geweihte, mit dem \u201eKult der heilsamen Quellen\u201c verbundenen Lagerst\u00e4tten betrachtet werden. Auf sicherere Zeugnisse m\u00fcssen wir jedoch bis 1732 warten (Bezeugungen von Dr. Michele La Cava \u00fcber \u201eDie B\u00e4der von Latronico\u201c, Originaltitel: \u201cI bagni di Latronico\u201d, 1891 herausgegeben): \u201cEs gibt auf dem Gebiet des Calda genannten<br \/>\nOrtes immer noch verschiedene Mineralw\u00e4sser, von denen die Ans\u00e4ssigen glauben, dass sie zum Heilen verschiedener \u00dcbel gut sind\u201d und etwa 100 Jahre sp\u00e4ter, 1824, wird im \u201eKalender des Schaltjahres 1824\u201c angegeben: \u201eDem Calda genannten Ort entspringen viele Mineralwasserquellen, welche Elemente von kohlensauem Gas, Gas von Schwefelwasserstoff, Magnesiumkarbonat, Kalziumkarbonat und von Kieselerde enthalten\u201d. Die ersten effizienten Untersuchungen liefert 1842 der Chemiker Grocco. 1899 gibt es zudem die ersten chemophysischen und chemischen Analyse, die Prof. Bartolomeo Gosio vom Gesundheitsamt leitete.<\/p>\n<p>Gosio dr\u00fcckte sich folgenderma\u00dfen aus: \u201e\u00dcber gro\u00dfe Schichten von Travertinstein, zweifelsohne aus selbiger Bildung, rinnen die Thermalquellen, mit denen mich zu befassen, ich gerufen wurde; doch flie\u00dfen alle im Tal zu einem einzigen ungest\u00fcmen Lauf zusammen, der dann in den Fluss Sinni m\u00fcndet.\u201d.<br \/>\nDie bedeutendste der Quellen f\u00f6rdert in der Trockenzeit, das hei\u00dft im Sommer bei geringster Sch\u00fcttung, etwa 42 Liter pro Sekunde, das entspricht 151 Kubikmetern pro Stunde.<br \/>\nEs ist ein uralter Glaube, dass die Thermalquellen von Calda schwefelhaltig seien. Ein scharfer, unverkennbarer Geruch von verdorbenen Eiern, den man auch heute an bestimmten Punkten des Ortes wahrnimmt, war die f\u00fcr eine solche Annahme nicht wegzudiskutierende Garantie.<\/p>\n<p>Ich stelle jedoch sofort fest, dass eine solche Charakteristik nicht f\u00fcr alle jene Thermalquellen verallgemeinert werden kann: Die gro\u00dfe Quelle, Grande Sorgiva, beispielsweise erwies sich auch bei der Pr\u00fcfung an ihrem Ursprung mit den sensibelsten Reagenzen als absolut frei von auch nur den geringsten Spuren an Schwefelwasserstoff und Sulfiden im Allgemeinen; dementgegen konnte ich, als ich St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck die Proben weiter talw\u00e4rts vornahm, eindeutig nachweisen, dass diese Verbindungen von einer anderen kleinen Quelle einstr\u00f6mten, die von der rechten Seite her dort nach einem kurzen und gewundenen Lauf durch von j\u00fcngeren Anschwemmungen aufgelockerte Erde zusammenflie\u00dft. Auf diese kleine Thermalquelle richtete sich meine Aufmerksamkeit auf ganz besondere Weise, auch weil gesagt wird, dass die erstaunlichen, traditionellen Wirkungen der hydrotherapeutischen Kuren von La Calda gro\u00dfenteils der Verwendung derselben als Getr\u00e4nk zu verdanken sind. (&#8230;)<\/p>\n<p>Diese Ergebnisse beweisen, dass die W\u00e4sser der zwei Quellen der \u201eCalda di Latronico\u201c, die einzigen, die in dem Zustand waren, untersucht werden zu k\u00f6nnen, reichliche Mengen universeller Stoffe aufweisen, sowohl was die Qualit\u00e4t, als auch was die Anzahl betrifft; aber quantitativ, vor allem bei dem der Gro\u00dfen, sind sie derer arm. Zweifellos hat zu diesem Mangel viel die Tatsache beigetragen, dass die Wasserentnahme zu einem Zeitpunkt nach str\u00f6menden Regenf\u00e4llen erfolgt ist; ein Umstand, der, auch wenn er auf wirkliche Mineralquellen keinen gro\u00dfen Einfluss hat, gewiss in unserem Fall wegen der speziellen Bedingungen dieses Gebietes, wo andere Oberfl\u00e4chengew\u00e4sser zusammenflie\u00dfen, nicht zu vernachl\u00e4ssigen ist\u201c. Die chemophysischen Untersuchungen an den drei Quellen der Calda erfolgten in immer k\u00fcrzeren Abst\u00e4nden:<\/p>\n<ul>\n<li>1970 f\u00fchrte sie Prof. Bellavista, Direktor des \u201cIstituto di Chimica Farmaceutica\u201d der Universit\u00e4t Perugia, durch;<\/li>\n<li>1974 wurden die genannten Untersuchungen von Prof. Visintin, Beauftragter des EAGAT, wiederholt;<\/li>\n<li>im Juli 1977, als n\u00f6tige Planungsvoraussetzung, wurde von Prof Cotecchia eine Studie \u00fcber die Quellen von \u201cLa Calda\u201d durchgef\u00fchrt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>In hydrogeologischem Verh\u00e4ltnis der Thermalquellen \u201cLa Calda di Latronico\u201d werden die Ergebnisse der chemischen und der chemophysischen (bei einigen auch der isotopischen) Analyse eingetragen, und sind so zusammenzufassen: Die W\u00e4sser der drei Quellen, der Gro\u00dfen, der Mittleren und der Kleinen, haben bei 180\u00b0 ein festes Residuum von jeweils 0.442, 0.452 und 0.447gr und sind als Mineralw\u00e4sser mit mittlerem Mineralgehalt zu klassifizieren. In Bezug auf die Temperatur sind sie als hypothermal zu klassifizieren, da alle eine Temperatur von \u00fcber 20\u00b0C mit zu vernachl\u00e4ssigenden, jahreszeitlich bedingten Schwankungen haben; genau messen die Gro\u00dfe und die Mittlere 22\u00b0C und die Kleine 22,55\u00b0C.<\/p>\n<p>Im Wasser der Gro\u00dfen und der Mittleren Quelle \u00fcberwiegen HCO2 Bikarbonat-Anionen und in geringem Ma\u00df SO Sulfat. Die vorkommenden Kationen sind, der Reihe nach: Ca (mg.91.59); Na 22.70; Mg 14.53; K 5.90. Die zwei W\u00e4sser lassen sich als kalkhaltige Bikarbonat-W\u00e4sser (oder besser kalkhaltige Bikarbonat-Sulfat-W\u00e4sser) klassifizieren. Das Wasser der Kleinen Quelle ist schwefelhaltig und klassifizierbar als kalk- und schwefelhaltiges Bikarbonat-Wasser. Die vor\u00fcbergehende Radioaktivit\u00e4t, die in der Hauptquelle von La Calda gemessen wurde, lieferte Werte von 44 Millimikrocurie und ist also unter den radioaktiven W\u00e4ssern (von 30 bis 150 mmc\/l) einzureihen. Die bakteriologische Reinheit ist durch kontinuierliche Kontrollen garantiert, die Prof. Visintin seit einigen Jahren vornimmt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #605f60; font-family: Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif; font-size: 10px; line-height: normal;\">\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die therapeutischen Eigenschaften dieser Thermalquellen waren sehr wahrscheinlich von der Fr\u00fchgeschichte an bekannt. 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